


Mit der fünften Symphonie gelingt Prokofjew ein klanggewaltiges Monument. Im Kontrast dazu steht Mozarts Flötenkonzert, dessen Entstehung eng mit den Wurzeln der Musikalischen Akademie Mannheim verbunden ist.
„Mit der fünften Symphonie wollte ich ein Lied auf den freien und glücklichen Menschen anstimmen.“ Nach Misserfolgen in Amerika und Frankreich kehrt Prokofjew 1936 in seine geliebte Heimat zurück – eine schwerwiegende Entscheidung, denn die Sowjetunion befindet sich gerade auf dem Höhepunkt der stalinschen Säuberungen. Doch bevor Prokofjew in den Fokus des Zentralkomitees der KPdSU gerät, befindet er sich in seiner produktivsten Schaffensphase. Die fünfte Symphonie wird als patriotischheroische „Kriegssymphonie“ gefeiert. Am Tag der Uraufführung erringt die Rote Armee einen Sieg an der Westfront, die Stimmung ist euphorisch. Auch außerhalb Russlands wird das Werk erfolgreich – jenseits von politischen Interpretationen. Mit seiner Klangfülle und den großen epischen Bögen offenbart es Prokofjews vollendete kompositorische Reife.
Auf eine Reise zu den Wurzeln der Musikalischen Akademie lädt Mozarts erstes Flötenkonzert ein. Die berühmte Mannheimer Hofkapelle unter Kurfürst Karl Theodor ist für den Komponisten immer wieder eine wertvolle Inspirationsquelle. Er freundet sich mit einigen Musikern an und lernt in deren Umfeld den Musikliebhaber Ferdinand Dejean kennen. Dieser gibt 1777 – kurz vor der Gründung der Akademie – einige Flötenwerke in Auftrag. Inzwischen gibt es Vermutungen, dass Mozart das Flötenkonzert bereits in Salzburg geschrieben und aus Zeitnot Dejean als Neukomposition verkauft habe. Nichtsdestotrotz zählt es heute zu den meistgespielten Flötenkonzerten. Mit Charlotte Kuffer wird die Tradition der orchestereigenen Solistinnen und Solisten fortgesetzt. Zusätzlich erklingt eine Weltpremiere: Die aufstrebende Dirigentin Ustina Dubitsky widmet sich der Auftragskomposition des französischen Komponisten Éric Tanguy.





