Die g-Moll-Symphonie KV 550 zeigt Mozart von seiner eher ernsten und dramatischen Seite. Statt festlicher Leichtigkeit prägen innere Unruhe, Spannung und große emotionale Kontraste das Stück. Immer wieder wechseln sich dunkle, drängende Passagen mit ruhigeren, fast empfindsamen Momenten ab. Gerade diese besondere Mischung verleiht der Symphonie ihre bis heute unmittelbare Wirkung und macht sie zu einer der bewegendsten Schöpfungen Mozarts.
Mit dem Requiem setzt das Konzert diesen emotionalen Weg fort. Mozarts letzte Komposition bewegt sich zwischen Dramatik, Trost und stiller Eindringlichkeit und zählt zu den bekanntesten Werken der Musikgeschichte. Zugleich ist das Requiem bis heute von zahlreichen Geschichten und Legenden umgeben: der anonyme Auftraggeber, Mozarts angeschlagener Gesundheitszustand und sein früher Tod. Vollenden konnte Mozart das Werk nicht selbst – ergänzt wurde es später von seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr. Gerade diese besondere Entstehungsgeschichte trägt bis heute zur der besonderen Ausstrahlung des Requiems bei.
Die enge Zusammenarbeit zwischen der Musikalischen Akademie und dem Nationaltheater Mannheim prägt auch die Besetzung dieses Konzertabends: Die Solopartien übernehmen mit Seunghee Kho (Sopran), Rommie Rochell (Mezzosopran), Sung Min Song (Tenor) und Sung Ha (Bass) vier Ensemblemitglieder des NTM. Gemeinsam mit dem Chor und Extrachor des Nationaltheater Mannheim gestalten sie Mozarts Requiem, in dem insbesondere die Chorstimmen eine zentrale Rolle einnehmen – vom erschütternden „Dies irae“ bis zu den ruhigen, tröstenden Passagen. So entsteht ein großer gemeinschaftlicher Klangkörper, der den Saisonabschluss eindrucksvoll abrundet.
Das 8. Akademiekonzert findet am 22. und 23. Juni 2026 im Mozartsaal des Rosengartens statt – erstmals auch im Rahmen des „Mannheimer Sommers“. Damit verbindet die Musikalische Akademie ihren traditionellen Saisonabschluss mit einem größeren kulturellen Festivalrahmen.