1. Akademiekonzert
Mit einem Programm, das von impressionistischen Klangwelten bis zu sinfonischer Monumentalität reicht, eröffnet die Musikalische Akademie Mannheim am 6. und 7. Oktober 2025 im Rosengarten Mannheim ihre neue Saison. Generalmusikdirektor Roberto Rizzi Brignoli stellt Maurice Ravel in den Mittelpunkt: Zwei seiner zentralen Orchesterwerke rahmen den Abend. Ergänzt werden sie durch die von Ravel instrumentierten Bilder einer Ausstellung von Mussorgski sowie das Cellokonzert Nr. 1 von Camille Saint-Saëns, interpretiert von Daniel Müller-Schott.
© Uwe Arens
Saint-Saëns’ Konzert, 1873 in Paris uraufgeführt, gilt bis heute als eines der bedeutendsten Beiträge zur Celloliteratur. Mit seiner Verbindung von Virtuosität und melodischer Eleganz eröffnet es dem Solisten zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten. In Mannheim übernimmt diese Rolle der international renommierte Cellist Daniel Müller-Schott, dessen differenziertes und zugleich kraftvolles Spiel ihn zu einem gefragten Gast der großen Orchester weltweit gemacht hat. 

Ravels Daphnis et Chloé – Suite Nr. 2 eröffnet das Konzert mit impressionistischen Klangflächen von hoher atmosphärischer Dichte. Das Werk, 1912 für das Ballets Russes komponiert, wird oft als Höhepunkt der französischen Orchestermusik zu Beginn des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Einen besonderen Kontrast bilden Mussorgskis Bilder einer Ausstellung in Ravels Instrumentierung. Mit feinem Gespür für orchestrale Farben überträgt Ravel den Klavierzyklus in eine sinfonische Dimension. Den Abschluss bildet La Valse, 1920 komponiert, in dem Ravel die traditionelle Form des Wiener Walzers in ein von Dynamik und Abgründigkeit geprägtes Tongemälde überführt. 

Das Konzert wird von SWR Kultur mitgeschnitten und am 23. November 2025 im Abendkonzert ab 20.03 Uhr gesendet.
27. September - Anna-Reiss Saal, 19 Uhr
In Kooperation mit dem Institut français Mannheim lädt die Musikalische Akademie zu einem besonderen Kammermusikkonzert im Rahmen des Salon franco-allemand du livre ein. Im Zentrum des Abends steht Maurice Ravels Streichquartett in F-Dur – ein Werk von poetischer Klangsprache und raffinierter Farbigkeit. Es musizieren Mitglieder des Nationaltheater-Orchesters Mannheim: 
Julika Lorenz und Frederike Gast (Violinen), Julien Heichelbech (Viola) sowie Fritjof von Gagern (Violoncello).
Maurice Ravel, 1925
Ravels einziges Streichquartett gilt als Meilenstein der französischen Kammermusik. In vier Sätzen vereint es klassische Formstrenge mit impressionistischer Klangsprache und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie französische Komponisten um 1900 neue Ausdrucksformen suchten. Die fein austarierten Harmonien und rhythmischen Raffinessen lassen das Werk zu einem musikalischen Kaleidoskop werden, das Zuhörerinnen und Zuhörer gleichermaßen fordert und verzaubert. 

Literarisch begleitet und moderiert wird der Abend von Angela Wendt, die Ravels Musik durch feinsinnige Texte und kontextuelle Einordnungen ergänzt. So entsteht ein Dialog zwischen Klang und Wort, der sowohl die musikalischen Nuancen des Quartetts als auch die literarischen Hintergründe und kulturellen Bezüge des Werks erfahrbar macht. 

Programm: 

Maurice Ravel: Streichquartett F-Dur 
1. Allegro moderato – Très doux 
2. Assez vif – Très rythmé 
3. Très lent 
4. Vif et agité

27. September 2025
Anna-Reiss Saal, D5, Mannheim
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19 Uhr

Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich willkommen.
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