Solo-Piccolonistin Yeoshin Jang stellt sich vor


Unsere Solo-Piccolonistin Yeoshin Jang hat ihr Probejahr erfolgreich bestanden. Ihre musikalische Ausbildung absolvierte sie am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris, welche sie mit einem Bachelor- und Masterstudium abschloss. Es folgte ein weiterer Masterstudiengang mit Bestnote an der UdK Berlin; derzeit absolviert sie ihr Konzertexamen an der Hochschule für Musik in Freiburg. Im Interview spricht Yeoshin Jang über ihre Erfahrungen im Nationaltheater-Orchester Mannheim und darüber, was diese Zeit für sie persönlich und künstlerisch bedeutet.
© Sunwoo Kim
1. Wie haben Sie Ihr Probejahr in unserem Orchester erlebt? Es war eine sehr intensive und zugleich äußerst lehrreiche Zeit. 
Sowohl musikalisch als auch menschlich konnte ich mich schnell weiterentwickeln und hatte zunehmend das Gefühl, als Teil des Orchesters anzukommen und meinen Platz zu finden.

2. Was hat Sie im ersten Jahr im Orchesteralltag besonders überrascht? 
Mich hat die große Bandbreite der Werke und die Vielfalt der Aufführungsformen sehr beeindruckt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, dass die geforderte Flexibilität und Anspannung – wenn man zwischen Oper, Ballett und Konzert wechselt – deutlich höher ist, als ich es erwartet hatte. 

3. Was macht die Position der Solopiccolonistin für Sie besonders und welche Anforderungen stellt sie? 
Die Piccoloflöte ist meiner Meinung nach ein Instrument, das selbst in ganz kleinen Momenten im Orchesterklang eine enorme Wirkung entfalten kann. Es ist eine Position, die exaktes Timing, eine sehr fein abgestimmte Klanggestaltung und die musikalische Verantwortung verlangt, den Gesamtklang immer mitzudenken. 


“Die Piccoloflöte ist meiner Meinung nach ein Instrument, das selbst in ganz kleinen Momenten im Orchesterklang eine enorme Wirkung entfalten kann.”

© Sunwoo Kim
4. Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen erlebt? 
Ich konnte in einer sehr warmen und offenen Atmosphäre arbeiten und bin dankbar, dass ich von den erfahrenen Kolleg*innen viel lernen durfte und mich dabei jederzeit respektiert und wertgeschätzt fühlte.

 5. Gibt es ein Akademiekonzert oder ein Werk aus dem Probejahr, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist? 
Unter den Akademiekonzerten ist mir insbesondere das erste Konzert dieser Saison in Erinnerung geblieben, in dem ich als Piccolosolistin und an der dritten Flöte Werke von Maurice Ravel (Daphnis et Chloé, La Valse) sowie Modest Mussorgskys Bilder einer Ausstellung spielte; das Konzert wurde vom SWR aufgezeichnet. Gerade das kurze, aber sehr prägnante Piccolosolo in Daphnis et Chloé war mir besonders wichtig, und ich habe diesen Moment mit großer Konzentration und viel Freude gestaltet. Insgesamt hat mir die Arbeit an Ravels Musik sehr viel bedeutet. Während meiner Probezeit hat dieses Programm bei mir auch persönlich viele Erinnerungen und Emotionen geweckt. Ich habe dabei oft an meine Studienzeit am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris zurückgedacht, und diese Erfahrungen haben mein Spiel auf natürliche Weise geprägt. 

6. Gibt es musikalische Ziele, die Sie sich für die nächsten Jahre gesetzt haben? 
Mein größtes Ziel ist es, im Orchester noch stabiler zu werden und mir als Musikerin langfristig Vertrauen zu erarbeiten. Gleichzeitig möchte ich meine künstlerischen Projekte kontinuierlich ausbauen und mich als Musikerin stetig entfalten.
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