• 16. Nov 2020, 20 Uhr
  • 17. Nov 2020, 20 Uhr
  • Rosengarten, Mozartsaal
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Radek Baborák
  • Horn
  • Carl Maria von Weber (1786–1826)
  • Ouvertüre zu Der Beherrscher der Geister op. 27

  • Richard Strauss (1864–1949)
  • Konzert für Horn und Orchester Nr. 2 Es-Dur

  • Robert Schumann (1810–1856)
  • Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61

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© Christian Kleiner

Alexander Soddy

Dirigent

Mannheims GMD Alexander Soddy und die Musikalische Akademie haben für diese Spielzeit wieder Solisten von internationalem Rang eingeladen …

© Lucie Cermáková

Radek Baborák

Horn

Mit achtzehn wurde Radek Baborák Solohornist der Tschechischen Philharmonie, weitere Stationen waren München, Bamberg und schließlich die Solostelle bei den Berliner Philharmonikern – aber seit zehn Jahren ist Baborák solistisch unterwegs und spielt sein ungewöhnlich breites Repertoire mit bedeutenden Orchestern und Maestri wie Daniel Barenboim, Seiji Ozawa oder Neeme Järvi.

Die Skizzen zu Carl Maria von Webers Rübezahl-Oper Der Beherrscher der Geister sind verschollen, als ob der Berggeist sich die Beschäftigung mit seiner Person verbeten hätte. Die Ouvertüre allerdings ist erhalten geblieben und zeigt Rübezahl genau so, wie der Märchenonkel Musäus ihn beschrieben hat: „Geartet wie ein Kraftgenie, launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel und wankelmütig …“

„Dieser Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er bläst, kann man ihm nicht böse sein.“ Richard Wagner hat das gesagt, und „dieser Strauss“, Franz Strauss, Hornist im Bayreuther Orchester der ersten Stunde, muss wirklich ein Jahrhunderthornist gewesen sein. In liebevoller Erinnerung an den Vater komponiert Richard Strauss 1942, mitten im Krieg und bedrängt von vielerlei Sorgen, das Hornkonzert Nr. 2 Es-Dur und entwirft, wie so oft in seinem Spätwerk, eine beglückende Musik, in der die Welt noch in Ordnung ist.

Das Selbstwertgefühl auf dem Nullpunkt, die Finanzen prekär, die Liebe zu seiner Frau Clara überschattet, Inspiration und Schöpferwille erlahmt – das ist Robert Schumanns Situation im Jahr 1845. Und doch „paukt und trompetet“ es in ihm, wie er schreibt, und die Symphonie, die aus diesem Pauken und Trompeten wird, seine Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61, heilt seine wunde Seele mit jedem Satz ein bisschen mehr: Vom Schmerzenswerk entwickelt sie sich hin zur sturmhaften Begeisterung des Finales und wird zum mitreißenden schöpferischen Befreiungsschlag, über den Clara Schumann nach der Uraufführung schreibt: „Mich erwärmt und begeistert dies Werk ganz besonders, weil ein kühner Schwung, eine tiefe Leidenschaft darin ist, wie in keinem anderen von Roberts Werken.“

Um 19:15 Uhr findet ein Einführungsgespräch im Mozartsaal des Rosengartens statt. Im Anschluss an das Konzert können Sie bei „Musiker zum Anfassen“ in der Lounge des Rosengartens mit unseren Orchestermusikerinnen und -musikern ins Gespräch kommen.