• 19. Okt 2020, 20 Uhr
  • 20. Okt 2020, 20 Uhr
  • Rosengarten, Mozartsaal
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Kirill Gerstein
  • Klavier
  • John Adams (* 1947)
  • Short Ride in a Fast Machine

  • Sergej Rachmaninow (1873–1943)
  • Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18

  • Edward Elgar (1857–1934)
  • Symphonie Nr. 1 As-Dur op. 55

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© Christian Kleiner

Alexander Soddy

Dirigent

Saisoneröffnung ist Chefsache – und Mannheims GMD Alexander Soddy gibt mit Short Ride in a Fast Machine gleich mal das Tempo vor … und holt sich zum Spielzeitbeginn einen großen Pianisten an die Seite.

© Marco Borggreve

Kirill Gerstein

Klavier

Im kreativen Spannungsfeld zwischen Russland, Amerika und Europa ist Kirill Gerstein zum weltweit gefragten, mit Preisen überhäuften Ausnahmemusiker geworden, und nicht zuletzt diese Biographie macht ihn zum idealen Interpreten von Sergej Rachmaninows seelenvoller Musik.

Minimal Music auf Speed von Amerikas bedeutendstem lebendem Komponisten: John Adams’ Short Ride in a Fast Machine ist völlig zu Recht eines der meistgespielten zeitgenössischen Orchesterstücke und liefert genau das, was der Titel besagt: Es ist kurz, und es ist schnell. Es sei, so beschreibt es Adams, als ob man eingeladen würde, in einem dieser sehr coolen, sehr schnellen Sportwagen mitzufahren – während der Fahrt wünschte man sich beinahe, man wäre lieber nicht eingestiegen. Aber eben nur beinahe …

Nach dem tragischen Misserfolg seiner ersten Symphonie scheint Sergej Rachmaninows Komponistenleben schon wieder vorbei: Schaffenskrise, Depression, Nervenzusammenbruch … Rettung bringt eine monatelange Hypnotherapie, an deren Ende die umjubelte Uraufführung seines bis heute vermutlich meistgeliebten (und dem Hypnotherapeuten gewidmeten) Werks steht: des Klavierkonzerts Nr. 2 c-Moll op. 18, Musik, die mit ihren mitten ins Herz zielenden Emotionen und ihrer glühenden virtuosen Leidenschaft keinen kalt lässt – nicht umsonst lässt sich in Billy Wilders’ Das verflixte 7. Jahr sogar eine Marilyn Monroe davon verführen …

„Meine Herren, lassen Sie uns nun die größte Symphonie der Gegenwart proben …“ – mit diesen Worten schwört der Dirigent Hans Richter im Jahr 1908 das London Symphony Orchestra auf Edward Elgars Symphonie Nr. 1 As-Dur op. 55 ein. Elgar, der ähnlich wie Brahms ein halbes Komponistenleben lang Mut fassen musste für seine Erste, hat mit dieser Musik zwischen Nostalgie und Zweifel tatsächlich den Seelenzustand der Briten im zu Ende gehenden viktorianischen Zeitalter eingefangen – und sich einen Platz im Pantheon der großen Symphoniker gesichert.

Um 19:15 Uhr findet ein Einführungsgespräch im Mozartsaal des Rosengartens statt. Im Anschluss an das Konzert können Sie bei „Musiker zum Anfassen“ in der Lounge des Rosengartens mit unseren Orchestermusikerinnen und -musikern ins Gespräch kommen.