• Montag, 01. Okt. 2018, 20 Uhr
  • Dienstag, 02. Okt. 2018, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Augustin Hadelich
  • Violine
  • Anton Webern (1883–1945)
  • Passacaglia d-Moll op. 1

  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
  • Violinkonzert e-Moll op. 64

  • Johannes Brahms (1833–1897)
  • Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

© Gerard Collett

Alexander Soddy

Dirigent

Alexander Soddy war zwar in der vergangenen Spielzeit zwischenzeitlich mal eben für begeistert aufgenommene Einsätze an der Metropolitan Opera, der Wiener Staatsoper, der Semperoper in Dresden und der Londoner English National Opera „außer Haus“,  das hinderte ihn aber nicht daran, mit dem Orchester des Mannheimer Nationaltheaters und den Konzerten seiner Musikalischen Akademie von Erfolg zu Erfolg zu eilen – und, nicht zuletzt, Ideen für die Konzertprogramme der neuen Spielzeit 2018/19 zu sammeln! Voilà: Brahms’ erste Symphonie zeigt zum Auftakt Mannheims Orchester in vollem romantischem Ornat, …

© Paul Glickman

Augustin Hadelich

Violine

… und für Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert ließ sich der weltweit gerade schwer gefragte amerikanische Geiger Augustin Hadelich gewinnen …

Ganz nach alter Art hat Anton Webern am Ende seiner Lehrzeit bei Arnold Schönberg eine Passacaglia d-Moll für Orchester komponiert.

Trotzdem findet sich auch in diesem faszinierenden Werk schon ein Markenzeichen webernscher Moderne: Webern komponiert mit der Stille. Selbst im größten Orchestergetümmel ist sie Teil der Komposition – und wird selbst zu Musik.

Zwölf Jahre lang war es hierzulande als „undeutsche Musik“ verboten, und doch konnten die Nazis dem Wunderwerk kein Haar krümmen: Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert ist und bleibt das vielleicht am heißesten geliebte Violinkonzert der Musikgeschichte. Der emotionale Schwung, mit dem die Violine gleich zu Anfang mit der Tür ins Haus fällt, die typisch mendelssohnsche Elfenmusik ..: „Es soll ein Konzert sein, dass sich die Engel im Himmel freuen“, schrieb Mendelssohn bei Arbeitsbeginn.

Mission accomplished!

Er wurde ihn einfach nicht los, diesen kleinen – großen – Beethoven, der ihm im Nacken saß: Vierzehn lange Jahre hat sich Johannes Brahms zögernd und zagend mit seiner Symphonie Nr. 1 geplagt, bei ihrer Uraufführung war er 43, und gleich maulten die Kritiker, es handle sich hier um „Beethovens Zehnte“ – das Schöne aber ist, dass dieser Erstling das ganze Komponistenleben des Johannes B. bis zum Jahr 1876 enthält:

Kammermusik, Choräle, Volkslieder – und musikalische Grüße an die geliebte Freundin Clara Schumann …

 

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.