In den Spielzeiten 2016/17 bis 2021/22 führt das Nationaltheater-Orchester in den Akademiekonzerten sieben Symphonien von Anton Bruckner auf.

Der Anfang des Konzertzyklus machte der Spezialist für Hoch- und Spätromantik, Marek Janowski, mit Bruckners Symphonie Nr. 3 „Wagner“ am 09. & 10. Januar 2017.

Symphonie Nr. 4 „Die Romantische“ fand unter der Leitung unseres GMD Alexander Soddy am 03. & 04. April 2017 statt. In der Saison 2017/18 dirigierte er die Symphonie Nr. 7 E-Dur am 02. & 03. Juli 2018. Das Werk mit seiner ergreifenden Totenklage für Richard Wagner im Adagio-Satz und dem fetzigen Scherzo war und ist der große Publikumsrenner unter Bruckners Symphonien. Im Jubiläumskonzert 240 Jahre Musikalische Akademie erklang am 05. & 06. November 2019 – ebenfalls unter dem Dirigat von GMD Alexander Soddy – Bruckners Symphonie Nr. 8 c-Moll.

Auch in der Spielzeit 2019/20 bringt GMD Alexander Soddy Bruckners Musik zum Strahlen. Zum Auftrakt der Saison spielt das Nationaltheater-Orchester am 07. & 08. Oktober 2019 die Symphonie Nr. 9 d-Moll.

Auf die Symphonien Nr. 5 und Nr. 6 können Sie in den Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 freuen.

Konzerte des Bruckner-Zyklus

  • Montag 09.
  • Dienstag 10.
  • Januar 2017
  • 20 Uhr, Rosengarten
  • Marek Janowski
  • Dirigent
  • Marina Prudenskaya
  • Mezzosopran
  • Richard Wagner
  • Vorspiel zum 1. Akt aus Tristan und Isolde

  • Richard Wagner
  • Wesendonck-Lieder

  • Anton Bruckner Bruckner-Zyklus
  • Symphonie Nr. 3 d-moll „Wagner“

Einen „Lastwagen ins Himmelreich“ nannte Thomas Mann Wagners Tristan-Musik – lustig, dass Richard Wagner anfangs eine eher leichtgewichtige Erfolgsoper vorschwebte, ein „durchaus praktikables Opus“. Und dann komponierte er stattdessen ein grandioses Opernungetüm über den permanenten Ausnahmezustand, über Liebe gegen alle Vernunft, Nacht und Tod. Und platzierte gleich mit dem ersten Akkord des Vorspiels – notorisch berühmt als „Tristan-Akkord“ – einen Sprengsatz in der Musikgeschichte ... Der Tristan ist auch eine Ausgeburt der Liebesexaltationen, die Wagner mi...

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  • Montag 03.
  • Dienstag 04.
  • April 2017
  • 20 Uhr, Rosengarten
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Antje Weithaas
  • Violine
  • Alban Berg
  • Violinkonzert Dem Andenken eines Engels

  • Anton Bruckner Bruckner-Zyklus
  • Symphonie Nr. 4 Es-Dur Die Romantische

Widmungsträger von Musikstücken haben oft nicht allzu viel mit dem Inhalt der ihnen zugeeigneten Werke zu tun. Bei Alban Bergs Violinkonzert ist das anders: Manon, die achtzehnjährige Tochter von Alma Mahler und Walter Gropius, war gestorben, und Berg nahm sich vor, Wesenszüge des alle Welt bezaubernden Mädchens in Musik zu verwandeln, bei dem die zugrunde liegende aufsteigende Zwölftonreihe als Himmelsleiter für Manon, die „Engels-Gazelle“ (Elias Canetti) dienen sollte. Dem Andenken eines Engels, so Bergs Werktitel, wurde zu dem Violinkonzert des 20. Jahrhunderts....

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  • Montag 02.
  • Dienstag 03.
  • Juli 2018
  • 20 Uhr, Rosengarten
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Joseph Haydn
  • Symphonie Nr. 94 G-Dur Hob.I:49 mit dem Paukenschlag

  • Anton Bruckner Bruckner-Zyklus
  • Symphonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

In den Londoner Symphonien hat der alte und doch immer noch taufrische Joseph Haydn seine gesammelte symphonische Lebenserfahrung verarbeitet und hatte dafür ein verschwenderisch besetztes Orchester zur Verfügung – Papa Haydn im Orchesterwunderland! So erklären sich Übermut und Verspieltheiten, wie der unerwartete Akzent der Symphonie G-Dur Mit dem Paukenschlag, der angeblich die nach einem allzu reichhaltigen Afternoon-Tea samt Gurkensandwiches und Clotted Cream sanft entschlafenen Konzertbesucher wieder aufwecken sollte – was offenbar schon...

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  • Montag 05.
  • Dienstag 06.
  • November 2018
  • 20 Uhr, Rosengarten
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Anton Bruckner (1824–1896) Bruckner-Zyklus
  • Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

Anton Bruckners Symphonie Nr. 8 ist romantische Symphonik in Cinemascope – und war zu ihrer Zeit mit ihren rund 80 Minuten Anwärterin auf den Titel „Längste Symphonie der Musikgeschichte“. Als „Mount Everest“ ist sie schon beschrieben worden, und Bruckner wusste selbst, dass er der damaligen Welt mit diesem schönen Monstrum einiges zumutete: „Möge sie Gnade finden“, schreibt er, als er die fertige Symphonie an seinen Mentor Hermann Levi schickt. Aber sie fand keine Gnade, der arme Bruckner, der gerade im zarten Alter von sechzig Jahren mit seiner Siebten endl...

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  • Montag 07.
  • Dienstag 08.
  • Oktober 2019
  • 20 Uhr, Rosengarten, Mozartsaal
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Christian Tetzlaff
  • Violine
  • Ludwig van Beethoven (1770–1827)
  • Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

  • Anton Bruckner (1824–1896) Bruckner-Zyklus
  • Symphonie Nr. 9 d-Moll WAB 109

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Beethovens einziges Violinkonzert genoss zunächst wenig Anerkennung, avancierte dann jedoch schnell zum Vorbild spätromantischer Gattungsbeiträge. Heute gilt das Konzert aufgrund seiner weit gespannten Architektur und der feingliedrig miteinander verflochtenen Solo- und Tuttistimmen als ein Meilenstein in Beethovens Œuvre. Tetzlaff, der jährlich rund 20 verschiedene Violinkonzerte auf seiner modernen Greiner-Geige spielt, schätzt dieses 1806 uraufgeführte Werk besonders: „Es ist ein Teil von mir … Wenn ich das Beethovenkonzert spielen darf, erzähle ich von einer Glückseligkeit und...

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