• Montag, 10. Jul. 2017, 20 Uhr
  • Dienstag, 11. Jul. 2017, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Sebastian Tewinkel
  • Dirigent
  • Alexander Melnikov
  • Klavier
  • Joseph Haydn
  • Die Vorstellung des Chaos aus Die Schöpfung Hob. XXI:2

  • Ludwig van Beethoven
  • Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

  • Antonín Dvořák
  • Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88

© Vincent Stefan

Sebastian Tewinkel

Dirigent

Von seiner „facettenreichen Gestik“ schwärmt die FAZ; als einen, „der den Klang förmlich mit Händen greift“, beschreibt ihn die Stuttgarter Zeitung, und das NTO freut sich auf sein Debüt in Mannheim: Sebastian Tewinkel, weltweit gefragter Dirigent und Echo-Klassik- Preisträger, hat als Geiger begonnen und steht inzwischen am Pult von Spitzenorchestern wie den Bamberger Symphonikern oder den Münchner Philharmonikern. Sein künstlerisches Ziel ist dabei ganz schlicht: einfach „gut Musik zu machen“.

© Marco Borggreve

Alexander Melnikov

Klavier

Hobbypilot und Überflieger: Schon seit seinem 15. Lebensjahr konzertiert Alexander Melnikov mit den bedeutenden Symphonieorchestern der Welt und ist in allen Epochen gleichermaßen zu Hause, ob Alte Musik oder Klassische Moderne. Seine Schostakowitsch- Aufnahmen sind bereits Klassiker, und Beethovens Violinsonaten hat er mit Isabelle Faust hochgelobt eingespielt – ideale Voraussetzungen für Beethovens Klavierkonzert Nr. 3!

„Mit Würd’ und Hoheit angetan, mit Schönheit, Stärk’ und Mut begabt“ – so kommt er daher, der Mensch in Joseph Haydns Schöpfung, als vorbildliches Produkt der Aufklärung, es ist das Menschen- und Naturverständnis der Freimaurer, das da zelebriert wird, und aufklärungsgemäß strahlt dann auch das Licht in schönstem C-Dur ins anfänglich herrschende Chaos hinein. Aber auch diese Ouvertüre, die Vorstellung des Chaos, hat der begnadete Atmosphäriker Haydn schon ganz unvergesslich in Musik gemalt, viel fragende Ungewissheit in c-Moll …
… und in c-Moll schließt dann auch, gleichsam als Antwort, das nächste Werk des Abends an: Der Beethoven-Freund Ignaz von Seyfried staunte nicht schlecht, als er bei der Uraufführung des Klavierkonzerts Nr. 3 Beethoven am Flügel als Umblätterer zur Seite saß und feststellen musste, dass auf dem Papier bis auf ein paar „unverständliche ägyptische Hieroglyphen“ nichts stand – Beethoven, der große Improvisator und erste Tastenlöwe der Musikgeschichte, brauchte keine Vorlage für dieses Konzert, das den Beginn einer neuen Ära markiert, der Ära des symphonischen Solokonzerts. Man solle sich freuen, schrieb der Kritiker und Brahms-Spezi Eduard Hanslick, dass es „in diesen reflectierten Zeiten noch ein naiv empfindendes, fröhlich schaffendes Talent wie Dvořák“ gebe.
Das war nett gemeint, aber nicht wirklich ein Kompliment, weil es Dvořáks Musik hoffnungslos verharmlost, besonders seine späteren Werke wie die Symphonie Nr. 8. Natürlich klingt der „Volkston“, den Dvořák so liebte, auch hier als Hauptfarbe mit – aber das, was da in den einzelnen Sätzen vor sich geht, hat bei näherem Hinhören eine ganz andere Tiefenschärfe, als man sie Dvořák gewöhnlich zubilligte. Gerade die achte Symphonie funkelt in allen, auch den dunklen Farben. Empfindend ist sie ganz gewiss in jedem Takt – naiv ist diese Musik dagegen an keiner Stelle.

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Musik live ausklingen.

Wir freuen uns auf Sie!