• Montag, 04. Jun. 2018, 20 Uhr
  • Dienstag, 05. Jun. 2018, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Tanja Tetzlaff
  • Violoncello
  • Christian Tetzlaff
  • Violine
  • Wolfgang Amadeus Mozart
  • Symphonie Nr. 26 Es-Dur KV 184

  • Johannes Brahms
  • Doppelkonzert  a-Moll für Violine, Violoncello und Orchester op. 102

  • Anton Webern
  • Fünf Stücke für Orchester op. 10

  • Franz Schubert
  • Symphonie Nr. 8 h-Moll Unvollendete

© Stefano Lunardi

Alexander Soddy

Dirigent

Mannheims GMD Alexander Soddy erkundet in diesem Programm die Definitionen von Moderne bei Schubert und Webern – und Brahms Doppelkonzert ist eine Familiensache.

© Giorgia Bertazzi

Tanja Tetzlaff

Violoncello

Für Brahms’ Doppelkonzert sind Christian und Tanja Tetzlaff die ideale Besetzung. Denn sie sind – als Geschwister – nicht nur familiär miteinander verbunden, sondern auch künstlerisch: Seit vielen Jahren machen sie gemeinsam Musik.

© Giorgia Bertazzi

Christian Tetzlaff

Violine

Christian Tetzlaff, als Geiger längst Weltklasse, begreift musikalische Werke als Erzählungen über existenzielle Erfahrungen …

Wolfgang Amadeus Mozart ist siebzehn und eben von seinen Italienreisen nach Salzburg zurückgekehrt, als die Symphonie Es-Dur KV 184 entsteht – und inspiriert von seinen beseelenden Erlebnissen im Land der Oper, hat er ihr die Form einer Opernouvertüre gegeben!

„…einen Roman durch eine einzige Geste, ein Glück durch ein einziges Aufatmen ausdrücken“, das könne Anton Webern, schreibt Weberns Lehrer Arnold Schönberg. Lauter kostbare kleine Musikmomente hat Webern hinterlassen, „Musiken der Schrecksekunde“, wie ein Kritiker das nannte. Eine wahre Preziosensammlung sind seine Fünf Orchesterstücke op. 10: Hier zirpt kurz eine Mandoline, dort winkt eine Celesta einen kleinen Gruß – und dann ist alles wieder still …

Franz Schuberts Symphonie in h-Moll wird die Unvollendete genannt, obwohl bis heute nicht erwiesen ist, ob Schubert sie nicht vielleicht doch nach zwei Sätzen als vollendet betrachtete. Die h-Moll-Symphonie könnte sein bewusster Gegenentwurf zu Beethovens Formvollendetheit gewesen sein, ganz sicher ist sie die Klangwerdung der nagenden Zweifel, die Schubert und seine Zeitgenossen umtrieben. Noch nie, seit es die Form gibt, hat ein symphonisches Werk so bedrohlich begonnen wie dieses…

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.