• Montag, 03. Apr. 2017, 20 Uhr
  • Dienstag, 04. Apr. 2017, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Antje Weithaas
  • Violine
  • Alban Berg
  • Violinkonzert Dem Andenken eines Engels

  • Anton Bruckner Bruckner-Zyklus
  • Symphonie Nr. 4 Es-Dur Die Romantische

Alexander Soddy

Dirigent

Er ist „der Neue“: Alexander Soddy war bei der Suche nach einem Generalmusikdirektor für Mannheim der absolute Wunschkandidat des Orchesters. Von den Anfängen als Chorknabe in seiner Geburtsstadt Oxford über das Dirigentenstudium an der Royal Academy of Music, die Theoriestudien in Cambridge bis hin zu seinem Aufstieg als Operndirigent in London, an der Hamburgischen Staatsoper und der Oper Klagenfurt und als Assistent von Kirill Petrenko in Bayreuth – der Gesang war immer eine entscheidende Größe in Alexander Soddys Leben als Musiker, eine ideale Grundlage auch für die Arbeit am Konzertrepertoire!

© Marco Borggreve

Antje Weithaas

Violine

Die Solistin des Abends ist ein Star ohne alle Starallüren: Antje Weithaas macht kein Aufhebens um ihre Person und ist doch inzwischen eine der wichtigsten Geigerinnen unserer Zeit. Sie stellt die Musik in den Vordergrund und befasst sich, auch wenn sie sich selbst als pure „Instinktgeigerin“ betrachtet, intensivst mit den Stücken, stöbert in Archiven und Autographen, um den Intentionen der Komponisten auf die Spur zu kommen. Ob als Leiterin ihres eigenen Ensembles, der Camerata Bern, ob mit ihrem Streichquartett Arcanto und anderen musikalischen Freunden oder als Solistin mit bedeutenden Orchestern, Antje Weithaas ist niemals Diva, stattdessen immer und vor allem eine begeisterte Vermittlerin und Erzählerin der Musik.

Widmungsträger von Musikstücken haben oft nicht allzu viel mit dem Inhalt der ihnen zugeeigneten Werke zu tun. Bei Alban Bergs Violinkonzert ist das anders: Manon, die achtzehnjährige Tochter von Alma Mahler und Walter Gropius, war gestorben, und Berg nahm sich vor, Wesenszüge des alle Welt bezaubernden Mädchens in Musik zu verwandeln, bei dem die zugrunde liegende aufsteigende Zwölftonreihe als Himmelsleiter für Manon, die „Engels-Gazelle“ (Elias Canetti) dienen sollte. Dem Andenken eines Engels, so Bergs Werktitel, wurde zu dem Violinkonzert des 20. Jahrhunderts.

Bruckners vierte Symphonie hat jemand, vermutlich sogar er selbst, die Romantische getauft, vielleicht, weil das Horn hier immer wieder eine tragende Rolle spielt und man sich passagenweise in dunkelromantische Waldgegenden und Jagdszenerien versetzt fühlt – aber insgesamt ist das doch eine ziemlich verharmlosende Bezeichnung für eine Musik, in der alles – Welt und Natur, Leid und zarte Liebessprache, Glauben, mystische Offenbarung und Götterdämmerung – in Streicherseligkeit und Blechglorie vorbeizieht. Aber trotz aller Blechgewitter: Die Herzen des Publikums hat Bruckner – leider erst nach seinem Tod – mit dieser Vierten jedenfalls erobert: Es ist seine vielleicht beliebteste Symphonie.

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.

Wir freuen uns auf Sie!