• Montag, 05. Mär. 2018, 20 Uhr
  • Dienstag, 06. Mär. 2018, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Cédric Tiberghien
  • Klavier
  • Alissa Firsova
  • Die Windsbraut
  • Wolfgang Amadeus Mozart
  • Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467

  • Piotr Iljitsch Tschaikowski
  • Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

Alexander Soddy

Dirigent

Er ist „der Neue“: Alexander Soddy war bei der Suche nach einem Generalmusikdirektor für Mannheim der absolute Wunschkandidat des Orchesters. Von den Anfängen als Chorknabe in seiner Geburtsstadt Oxford über das Dirigentenstudium an der Royal Academy of Music, die Theoriestudien in Cambridge bis hin zu seinem Aufstieg als Operndirigent in London, an der Hamburgischen Staatsoper und der Oper Klagenfurt und als Assistent von Kirill Petrenko in Bayreuth – der Gesang war immer eine entscheidende Größe in Alexander Soddys Leben als Musiker, eine ideale Grundlage auch für die Arbeit am Konzertrepertoire!

© Jean-Baptiste Millot

Cédric Tiberghien

Klavier

Die Windsbraut – Oskar Kokoschkas berühmtes Gemälde von sich und seiner Geliebten Alma Mahler in nächtlichem Taumel ist die aufregende Inspiration für die zentrale Uraufführung der Spielzeit 2017/18. Die russisch-britische Pianistin und Komponistin Alissa Firsova stammt aus einer Familie von Komponisten, sie schreibt Musik, seit sie 14 ist, Musik, die mittlerweile in der ganzen Welt aufgeführt wird – und man darf gespannt sein, wie sie die wilde Geschichte von Oskar und Alma für diese Auftragskomposition des NTO in Orchestersprache überführt…

Mozart in den Billboard-Charts? – Weil sein Klavierkonzert KV 467 als Filmmusik einer schwedischen Filmschnulze so populär wurde, schaffte es die Musik Ende der 1960er-Jahre sogar in die Hitparaden, und das Konzert hatte seinen (Film-)Titel weg: „Elvira Madigan“. In Wahrheit hat Mozart dieses Konzert mit seinem so liebesfilmkompatiblen, elegisch schimmernden Mittelsatz für niemanden geschrieben als sich selbst, der damals, Mitte der 1780er-Jahre, in Wien der Pianist der Stunde war.

„Ich will nicht zu denen gehören, die sich leergeschrieben haben.“ Diesen Zustand fürchtet Peter Tschaikowsky in seinen letzten Lebensmonaten – und komponiert gleichzeitig an seinem wohl bedeutendsten Werk.Diese sechste Symphonie, Pathétique genannt, ist berührender als alles, was Tschaikowsky bis dahin geschrieben hat, er selbst sagt dazu ganz schlicht, es sei „aufrichtige Musik“ – und die führt uns ins Innerste einer müden Seele. „Der zweite Satz“, so der Komponist, „ist die Liebe, der dritte Enttäuschung, der vierte endet mit Ersterben.“

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.