• Montag 06. 20 Uhr
  • Dienstag 07. 20 Uhr
  • März 2017, Rosengarten
  • Friedemann Layer
  • Dirigent
  • Gustav Mahler
  • Symphonie Nr. 9 D-Dur

Friedemann Layer

Dirigent

In Wien geboren, wo er auch studierte, wurde Friedemann Layer nach Engagements in Ulm, Salzburg und Düsseldorf Generalmusikdirektor und Operndirektor am Nationaltheater Mannheim. In dieser Zeit begann auch seine jahrzehntelange Tätigkeit als Gastdirigent für Konzerte und Opern.

Nach seiner Tätigkeit als Operndirektor in Mannheim übernahm er als musikalischer Leiter das Orchestre und die Opéra National de Montpellier, wo er dreizehn Jahre blieb und Ehrendirigent ist. Während dieser Jahre entstanden auch im Rahmen des renommierten Festival de Radio France et Montpellier eine Reihe zum Teil preisgekrönter CDs, Konzerte, Sinfonien und zahlreiche Operngesamtaufnahmen.

Nach seinem Engagement in Montpellier ging er ein zweites Mal als Generalmusikdirektor nach Mannheim.

Danach nahm er keine weitere Chefposition mehr an und ist nur noch als Gastdirigent tätig. Einigen Opernhäusern war er neben seiner Konzerttätigkeit auch dann weiterhin enger verbunden.

Wenn man Umfragen unter Mahler-Kennern startet, welches denn wohl ihre liebste Mahler-Symphonie sei, dann sagen die meisten: Nummer neun. „Es ist da etwas gesagt, was ich seit längster Zeit auf den Lippen habe“, schreibt Gustav Mahler über seine neunte Symphonie aus dem Jahr 1909.

Was das gewesen ist, das da gesagt sein wollte – darüber rätseln die, die dem Werk verfallen sind, bis heute. Dass auch in dieser Neunten, wie im vorangegangenen „Lied von der Erde“, nur von Tod und Abschied erzählt wird, stimmt wohl so nicht – eher ist sie ein Rückblick auf gelebtes Leben. Erinnerungen tauchen auf, Mahler zitiert – was er sonst nie tut – anderer Leute Musik und seine eigene: einen Strauß- Walzer, Lehárs „Lustige Witwe“, einiges aus dem „Lied von der Erde“ und am Ende, in Gedanken an seine verstorbene Tochter, eines seiner Kindertotenlieder. Aus der neuen, nach innen gewandten Schlichtheit, die schon das „Lied von der Erde“ bestimmt, wird jetzt eine Musik, in die „überall Luft hineindringt“, wie Theodor W. Adorno schreibt, und Adorno findet auch für den viel geliebten letzten Satz dieser Neunten mit jenem unvergesslichen Aufschwung der Violinen ein schönes Bild, wenn er ihn einen „langen Blick“ nennt …

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.

Wir freuen uns auf Sie!