• Montag, 05. Feb. 2018, 20 Uhr
  • Dienstag, 06. Feb. 2018, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Alexandre Bloch
  • Dirigent
  • Justin Taylor
  • Cembalo
  • Thierry Escaich
  • Baroque Song

  • Francis Poulenc
  • Concert champêtre FP 49

  • Ludwig van Beethoven
  • Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67

© Sebastian Ene

Alexandre Bloch

Dirigent

Der Durchbruch kam, wie bei so manchem großen Dirigenten, mit einem Einspringer: Mariss Jansons war erkrankt, und der junge Alexandre Bloch übernahm kurzfristig ein anspruchsvolles Konzertprogramm am Concertgebouw in Amsterdam – inzwischen ist das Energiebündel Bloch frisch gekürter Chef beim renommierten Orchestre National de Lille und ein enorm begehrter Gastdirigent. In Mannheim bringt er Musik seines Lehrers Thierry Escaich mit Poulenc und Beethoven zusammen: …

© Jean-Baptiste Millot

Justin Taylor

Cembalo

… ein französisch-deutsches Gipfeltreffen zwischen Charme und Schicksal, sekundiert von Frankreichs neuem Star-Cembalisten Justin Taylor.

Bachsche Choräle und barocke Gesten geistern wie ferne Erinnerungen durch Baroque Song, ein Triptychon für Orchester des Franzosen Thierry Escaich. Escaich ist einer der wichtigsten Organisten Frankreichs und entsprechend zu Hause in der Alten Musik, als Komponist will er aber die Vergangenheit mit den musikalischen Mitteln der Gegenwart entziffern…

Etwas Ähnliches unternimmt auch – mit völlig anderem Ergebnis – Francis Poulencs konkurrenzlos charmantes Concert Champêtre: „Ich wollte zeigen“, schreibt er, „dass das Cembalo kein überflüssiges, retrospektives Instrument ist… Außerdem wollte ich mich inspirieren lassen vom so ganz und gar französischen Stil des siebzehnten Jahrhunderts und ihn in eine moderne Sprache übersetzen.“ – Experiment gelungen: Heraus kam eines der hinreißendsten Konzerte des 20. Jahrhunderts!

„Dem Schicksal in den Rachen greifen“ wolle er, schreibt Ludwig van Beethoven trotzig nach dem Zusammenbruch seines Gehörs. Und wenn sein Sekretär Schindler im Nachhinein behauptet hat, die fünfte Symphonie beginne mit dem Klopfen des Schicksals an der Tür, dann ist zwar ziemlich sicher, dass Beethoven das nicht gesagt hat– aber dass die Fünfte, diese Symphonie aller Symphonien, entworfen und vollendet in den Jahren der vollständigen Ertaubung, eine Schicksalsmusik im Guten wie Tragischen ist, daran besteht kein Zweifel.

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.