• Montag, 17. Dez. 2018, 20 Uhr
  • Dienstag, 18. Dez. 2018, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Antonello Manacorda
  • Dirigent
  • Shai Wosner
  • Pianist
  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
  • Ouvertüre zu Das Märchen von der schönen Melusine op. 32

  • Robert Schumann (1810–1856)
  • Klavierkonzert a-Moll op. 54

  • Piotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893)
  • Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

© Nikolaj Lund

Antonello Manacorda

Dirigent

Ein Programm für Vollzeitromantiker – in den genau richtigen Händen:

Antonello Manacorda, Gründungsmitglied und Konzertmeister des Mahler Chamber Orchestra, inzwischen einer der interessantesten Dirigenten zwischen Glyndebourne, Wien, Venedig und Amsterdam, ist eine Idealbesetzung für diese geballte Ladung musikalischer Emotion.

© Marco Borggreve

Shai Wosner

Pianist

Er liebe es, die Musik im wahrsten Sinn des Wortes „anzufassen“, sagt der israelisch-amerikanische Pianist Shai Wosner, der zwischen Romantik und Neuer Musik keinerlei Berührungsängste kennt und findet: „Das Wichtigste beim Musikmachen ist das Zuhören.“

Das Wasser, das in Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre zum „Märchen von der schönen Melusine“ um die schöne Nixe rauscht und schwillt, ist in der romantischen Musik kaum je so bildhaft wogend und fließend komponiert worden – Richard Wagner, von jeher zähneknirschend neidisch auf Mendelssohns Genie, konnte da wohl nicht widerstehen und hat das wundervolle Stück für den Beginn seines „Rheingolds“ fast eins zu eins kopiert …

„Mehr subjectiv als objectiv in seinen Urtheilen und Producten; das Gefühl stärker als das Streben. Sein Verstand weniger Reflexion als Eingebung des Gefühls …“

So hat sich Robert Schumann mit zwanzig selbst charakterisiert – und im Fall von Schumanns Klavierkonzert a-Moll passt diese Selbstbezichtigung wie angegossen:

Dieses Konzert sagt von Anfang bis Ende: Ich. Klavier und Orchester sind zusammen der vielstimmige Monolog eines einzelnen Geistes, der den schumannschen Eingebungen des Gefühls die Zügel schießen lässt – wer sich auf diese Musik einlässt, der lernt fliegen.

Tanze du nur und hänge sentimentalen Hoffnungen auf Liebesglück nach – dein Schicksal wird dich trotzdem einholen. So könnte man das Motto von Piotr Tschaikowskis Symphonie Nr. 5 e-Moll umschreiben. Tschaikowski war besessen vom Gedanken an dieses Schicksal, und in der Fünften setzt er seine Selbstumkreisung in Musik um, die ein paar der schönsten Verzweiflungen und Glücksmomente seines Gesamtwerks enthält.  Es ist seine ganz private Idée fixe, die da zu Anfang so verhalten in Moll anklingt, in den zwischen Innigkeit und oberflächlicher Tröstung schwankenden Mittelsätzen plötzlich wieder auftaucht und dann in grimmigem Dur-Triumph das Finale bestimmt.

Der Vorverkauf startet am 1. September 2018. Einführungsgespräch: 19.15 Uhr im Mozartsaal.