• Montag, 08. Jan. 2018, 20 Uhr
  • Dienstag, 09. Jan. 2018, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Antonio Méndez
  • Dirigent
  • Rafał Blechacz
  • Klavier
  • Olivier Messiaen
  • Les Offrandes oubliées

  • Luciano Berio / Franz Schubert
  • Rendering

  • Johannes Brahms
  • Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15

© www.askonasholt.co.uk

Antonio Méndez

Dirigent

Am Pult des NTO steht der 1984 auf Mallorca geborene Spanier Antonio Méndez, einer der interessantesten
Musiker in Europas jüngerer Dirigentengeneration.

©Marco Borggreve

Rafał Blechacz

Klavier

Als der Klavierstudent Rafał Blechacz 2005 den berühmten Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann, wurde von der Jury kein zweiter Preis vergeben, um deutlich zu machen, wie viel besser Blechacz war als alle anderen. Inzwischen ist er ein Weltstar – einer, der neben dem Klavier in Warschau auch Philosophie studiert hat und bei dem Denken und Fühlen eine einzigartige Verbindung eingehen. Ideale Voraussetzungen für die Musik von Johannes Brahms also!

In Les Offrandes Oubliées meditiert der tiefgläubige Olivier Messiaen über den gekreuzigten Jesus, die Sünde und die Kommunion ‒ und für Messiaen, den Synästheten, war seine Musik auch eine Symphonie der Farben: malvenfarbig die Seufzer in den klagenden Streichern beim Kreuz, „rot, golden und blau getönt (gleich einem fernen Kirchenfenster)“ die Violinen der Eucharistie…

Franz Schubert ist der große Fragmenthinterlasser der Musikgeschichte, und die Komponisten des 20. Jahrhunderts fanden eben das spannend an ihm. So hat sich Luciano Berio Skizzen Schuberts zu einer Symphonie vorgenommen und in die offen gelassenen Räume Orchesterklangflächen eingebaut, irisierende Gebilde, in denen wie hinter Nebel Schubert-Anklänge auf- und wieder abtauchen. Rendering nannte Luciano Berio dieses Stück, was man mit „Übertragung“, aber auch mit „Huldigung“ übersetzen kann…

„Dös is a Symphoniethema!“, sprach Anton Bruckner anerkennend über den Beginn des ersten Klavierkonzerts op. 15 von Johannes Brahms – und hatte recht: Das Thema war irgendwann einmal der Anlauf zu Brahms’ erster Symphonie gewesen, dem wiederum eine Sonate für zwei Klaviere zugrunde lag… die typisch brahmssche Unentschlossenheit im Ansatz hört man dem Klavierkonzert dann gar nicht an, es wirkt, als ob Brahms für diesen schönen Riesen ganz bewusst und selbstverständlich jedes bis dahin geltende Klavierkonzert-Maß gesprengt habe zugunsten einer neuen Form: der Klaviersymphonie!

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.