• Montag, 10. Okt. 2016, 20 Uhr
  • Dienstag, 11. Okt. 2016, 20 Uhr
  • Rosengarten
  • Alexander Soddy
  • Dirigent
  • Ludwig van Beethoven
  • 3. Leonoren-Ouvertüre op. 72

  • Thomas Adès
  • Asyla op. 17

  • Richard Strauss
  • Ein Heldenleben op. 40

Alexander Soddy

Dirigent

Er ist „der Neue“: Alexander Soddy war bei der Suche nach einem Generalmusikdirektor für Mannheim der absolute Wunschkandidat des Orchesters. Von den Anfängen als Chorknabe in seiner Geburtsstadt Oxford über das Dirigentenstudium an der Royal Academy of Music, die Theoriestudien in Cambridge bis hin zu seinem Aufstieg als Operndirigent in London, an der Hamburgischen Staatsoper und der Oper Klagenfurt und als Assistent von Kirill Petrenko in Bayreuth – der Gesang war immer eine entscheidende Größe in Alexander Soddys Leben als Musiker, eine ideale Grundlage auch für die Arbeit am Konzertrepertoire!

Sie ist unbestritten das Prachtexemplar unter Beethovens diversen Fidelio-Ouvertüren: Leonore III, die bei Aufführungen der Oper fast immer vor dem Rettungsfinale gespielt wird. Und tatsächlich ist das ja eine Rettungsmusik: Dieses atemlos ungeduldige, herzklopfende Eilen hin zur Erlösung ist das pure Glück in Tönen – ein „vollkommenes Musikstück“, lässt Thomas Mann seinen Adrian Leverkühn im „Doktor Faustus“ schwärmen, „solche Musik ist die Tatkraft an sich …“ – der perfekte Start also in die neue Saison mit dem neuen GMD!

Und der neue Chef setzt auch gleich einen Akzent mit der Musik eines der meistaufgeführten britischen Komponisten unserer Zeit: In Asyla schickt Thomas Adès ein riesiges Orchester samt zwei präparierten Klavieren und einer Celesta durch den Assoziationendschungel – Asylum lässt sich als „Refugium“, aber auch als „Irrenhaus“ übersetzen, und der dritte Satz, „Ecstasio“, der die Rhythmen eines Technoclubs samt Drogeneuphorie orchestral nachempfindet, dürfte bei Musikern und Zuhörern erhöhte Adrenalinwerte nach sich ziehen…

Kein Komponist hat sich so unermüdlich in den verschiedensten Posen selbst dargestellt wie Richard Strauss. Ob Don Quixote oder Till Eulenspiegel, ob Don Juan, Alpensinfonie oder Domestica – die Hauptrolle spielt immer Richard: Richard, der Kämpfer, Richard, der Scherzbold und Eroberer, der furchtlos Berge erklimmt oder eheliche Scharmützel ausficht – kurz: der Künstler, der sich nicht einfügt. Quintessenz dieser Selbsterfahrungen in magischen Orchesterklängen ist das Tongedicht Ein Heldenleben. Wir hören: Gefecht, Krisis, Liebe und triumphierende Gelassenheit am Schluss – das volle Programm eines erfolgreichen Lebenskampfes!

Musiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.